Ein Brief von Viapass / Satellic (Belgien) schlägt in der Disposition oft wie eine Bombe ein. Wenn die LKW-Maut nicht korrekt erfasst wurde, drohen in Deutschland nicht nur saftige Nachforderungen, sondern oft auch behördliche Bußgelder durch das BALM (ehem. BAG). Gerade bei kleineren Transportunternehmen oder selbstständigen Fahrern geht das schnell an die Existenz. Doch nicht jeder Bescheid ist rechtmäßig!
Bei mehrfachen Maut-Verstößen oder massiven Lenkzeitüberschreitungen prüft das BALM die "gewerberechtliche Zuverlässigkeit". Im schlimmsten Fall droht der Entzug der Güterkraftverkehrserlaubnis! Ein Gewerbe-Verkehrsrechtsschutz übernimmt die hohen Anwaltskosten bei Auseinandersetzungen mit dem BALM.
Jetzt Gewerbe-Rechtsschutz vergleichenDie Infrastrukturabgabe für schwere Nutzfahrzeuge ist in Europa hoch komplex. Fehler bei der Abbuchung führen oft zu vollautomatisierten Verfahren bei Viapass / Satellic (Belgien). Eine Differenzierung zwischen der reinen zivilrechtlichen Nachforderung (Mautgebühr) und dem öffentlich-rechtlichen Bußgeld (Verwaltungsstrafe) ist zwingend erforderlich.
Viele Fahrer erleben Folgendes: Die On-Board Unit (OBU) zeigt während der gesamten Fahrt ein grünes Signal. Wochen später kommt der Bescheid vom BALM wegen "Nichtentrichtung der Maut". Wenn das Gerät nachweislich von einer zertifizierten Partnerwerkstatt eingebaut und gewartet wurde, liegt ein technisches Infrastrukturversagen aufseiten des Mautbetreibers vor. In diesem Fall verfällt das Bußgeld, da dem Halter kein Vorsatz oder Fahrlässigkeit vorgeworfen werden kann.
Die Höhe der Maut richtet sich nach den Schadstoffklassen und vor allem nach der Achszahl. Fährt ein LKW eine leere Tour, wird oft die Liftachse am Auflieger angehoben. Das Fahrzeug hat in diesem Moment physisch weniger Achsen auf der Straße und fällt in eine günstigere Mautkategorie. Mautbrücken erfassen dies oft fehlerhaft optisch. Ein Widerspruch mit Beifügung des Leer-Lieferscheins klärt den Vorfall meist sofort.
Seit der Mauterweiterung für LKW ab 3,5 Tonnen werden auch viele Handwerksbetriebe unfreiwillig zur Kasse gebeten. Dabei gilt die gesetzliche Handwerkerausnahme: Wer Materialien, Maschinen oder Ausrüstungen für die Ausübung des eigenen Gewerbes transportiert, ist mautbefreit. Wird man dennoch geblitzt, hilft ein formeller Einspruch mit Nachweis des Gewerkes und des konkreten Transportgutes.
Ein Mautverstoß in Deutschland zieht fast immer ein zweigleisiges Verfahren nach sich. Als Halter oder Spedition erhalten Sie meist zuerst eine zivilrechtliche Mautnachforderung von Viapass / Satellic (Belgien) (Toll Collect). Unabhängig davon leitet das Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM) ein Bußgeldverfahren wegen einer Ordnungswidrigkeit ein. Für Fuhrparkleiter bedeutet dies doppelten bürokratischen Aufwand – und ein hohes Risiko, wenn Fristen versäumt werden.
Das Gesetz sieht eine verschuldensunabhängige Pflicht zur Mautzahlung vor. Aber: Ein Bußgeld darf das BALM nur dann verhängen, wenn dem Spediteur oder dem Fahrer Vorsatz oder Fahrlässigkeit nachgewiesen werden kann. Wenn Sie durch lückenlose Werkstattprotokolle der On-Board-Unit (OBU) oder durch die korrekte Schulung Ihrer Fahrer (dokumentiert im Fuhrparkmanagement) nachweisen können, dass Sie alle Pflichten erfüllt haben, lässt sich das Bußgeld im Anhörungsverfahren oft komplett abwenden.
Toll Collect (bzw. Ihr zuständiger Viapass / Satellic (Belgien)) fordert lediglich die reguläre, nicht entrichtete Mautgebühr für den gefahrenen Streckenabschnitt ein. Das ist eine rein finanzielle Nachforderung. Das BALM hingegen ist die staatliche Behörde, die den Verstoß als Ordnungswidrigkeit ahndet und Strafgelder (Bußgelder) gegen den Fahrer und separat gegen den Unternehmer (Halter) erlässt. Gegen beide Bescheide muss unabhängig voneinander vorgegangen werden.
Seit der Ausweitung der Mautpflicht auf Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen reicht es nicht mehr aus, einfach nur ein Handwerkslogo auf dem Transporter zu haben. Wenn Sie einen Anhörungsbogen erhalten, müssen Sie nachweisen, dass die Fahrt der Beförderung von Material, Ausrüstung oder Maschinen diente, die der Fahrer zur Ausübung seines eigenen Berufs benötigt (oder dass er handwerklich hergestellte Güter ausliefert). Legen Sie dem Widerspruch Gewerbeanmeldungen, Handwerkskarten, Arbeitsaufträge oder detaillierte Lieferscheine für den konkreten Tag bei.
Fällt die On-Board-Unit während der Fahrt aus (z. B. rotes Signal oder Display-Fehler), ist der Fahrer gesetzlich verpflichtet, die Maut **sofort manuell** über die App oder an einem Terminal zu buchen oder die Fahrt an der nächsten sicheren Parkmöglichkeit abzubrechen. Ein bloßes Weiterfahren mit einer defekten OBU wird vom BALM als vorsätzlicher Verstoß gewertet. War der Fehler jedoch temporär und durch eine Fehlfunktion einer Mautbrücke bedingt, entfällt die Strafbarkeit.
Gegen einen Bußgeldbescheid des BALM (ehemals BAG) muss der Einspruch innerhalb von zwei Wochen nach der Zustellung schriftlich bei der Behörde eingehen. Wenn Sie zunächst einen „Anhörungsbogen“ erhalten, gibt Ihnen die Behörde meist eine Frist von einer Woche zur Äußerung. Nutzen Sie unseren Generator, um diese Fristen zu wahren und eine detaillierte Begründung einzureichen, um das Verfahren einzustellen, bevor ein teurer Bußgeldbescheid erlassen wird.
Unsere B2B-Generatoren stützen sich auf das Bundesfernstraßenmautgesetz (BFStrMG) sowie die gängigen AGB der europäischen Mautbetreiber (Toll Collect, ASFINAG etc.).
Wichtiger Hinweis: Dieser Generator ersetzt keine juristische Prüfung durch einen Fachanwalt für Transport- und Speditionsrecht. Bei drohendem Entzug der Güterkraftverkehrserlaubnis oder Strafanzeigen konsultieren Sie umgehend einen Rechtsbeistand.